Unser Rudel
Freude & Passion

Dummy-A-Seminar




















Am Dienstag morgen trafen sich 8 dummyverrückte Hund-Mensch-Teams zu einem Dummy-A Seminar bei Angelika Theuerkauf. Es ging um Markierungen, Freiverlorensuche, Heelwork und Steadyness. Wir hatten nicht besonders schönes, aber optimales Arbeitswetter bei Nieselregen und 18 Grad. 

Nachdem wir in 2 Viererteams aufgeteilt wurden, ging es direkt mit den Markierungen los. Wir standen auf einer ebenen Wiese, die durch starken Regen eher einer Moorlandschaft glich. Niedriger Bewuchs, hier und da eine Distel. Die Schwierigkeit war, dass es eine ebene, nasse Fläche war ohne den Hauch von Wind. Die erste Distanz lag so um die 50 m. Diese wurde von mal zu mal um 10m erhöht, bis wir, nach einer kurzen Pause und nachdem 2. Durchgang bei 80m standen und alle Hunde schnell zum gewünschten Erfolg kamen.
Es war toll zu sehen, wie die Hunde nach kurzer Zeit wirklich den Mut hatten, eine schon beachtliche Distanz zu laufen und punktgenau zu markieren. Toll!
Danach haben wir uns dem Appell gewidmet. Mit Stangen wurde ein großes Viereck abgesteckt. An der ersten Stange wurde der Hund abgeleint. Nun hieß es mit Hund frei bei Fuss bis zur 2.Stange. Als man dort ankam, flog geradeaus nach einem Schuss ein Dummy. Optimal war, wenn der Hund sich beim Schuss sofort gesetzt hat, steady blieb und das Dummy markiert hat. Dann ging es bei Fuss im rechten Winkel zur nächsten Stange und von dort weiter bis zur letzten Stange. Dort angekommen sollte sich der Hund wieder setzen. Kurz darauf viel rechts am Waldrand ein weiterer Schuss (ohne fliegendes Dummy) als Verleitung. Die Aufgabe bestand nun darin den Hund zum Apport auf das vorher markierte Dummy zu schicken. Diese Aufgabe war alles in allem sehr anspruchsvoll, weil direkt vier Dinge auf einmal abgefragt wurden: korrekte Fussarbeit, Steadyness, markieren/Memory und ein korrekter Apport. 
Als nächstes haben wir in Vorbereitung für die Freiverlorensuche Antitauschübungen gemacht. Angelika hat drei Dummys vor sich geworfen, in einem Abstand von ca.1mtr. zueinander und so nah, dass sie sie bei Bedarf sichern kann. Sobald ein Hund nach der Aufnahme sich nach einem der anderen Dummys umgesehn hat, hat sie sich kommentarlos mit dem Fuss darauf gestellt. Denn es ist ganz wichtig das der Helfer so einwirkt, dass der Hund keinen traumatischen Schreck bekommt und womöglich kein Dummy mehr aufnehmen will, sondern nur so, dass der Hund keinen Erfolg hat. Hat auch super funktioniert, denn die Hunde, die es versucht haben, haben das ganz schnell wieder aufgegebenJ
Beim nächsten Step wurden mehrere Dummys in eine Reihe gelegt. Mit dem Hund bei Fuss ging es nun zum ersten Dummy, welches er aufnehmen sollte. Danach ging es weiter, mit aufgenommenem Dummy neben oder über die anderen Dummys drüber...Eine Herausforderung, aber lösbar!
In der nächsten Runde wurde eine Einzelmarkierung (kurze Distanz) geworfen welche der Hund holen sollte. Auf dem Rückweg wurde dann ein Verleitungsdummy mitten auf die Linie gelegt, über welches er drüber musste ohne zu tauschen.
Bei der nächsten Steigerung wurde dieses Verleitungsdummy auf den Rückweg geworfen und zwar so das der Hund das sieht. Nach der Abgabe des geholten Dummys, holte man entweder das Verleitungsdummy selber oder der Hund durfte es holen.
So gut vorbereitet in Sachen Antitausch ging es dann wieder in Viererteams in die Freiverlorensuche. Das Suchengebiet lag im Wald und war bedeckt mit Farn. Um eventuellem Tauschen vorzubeugen, wurden die Dummys in einem großen Halbkreis ausgelegt, so das die Hunde, wenn sie ein Dummy aufgenommen haben, auf dem Rückweg nicht über ein anderes drüberlaufen und es tauschen. Hierbei lernten die Hunde, dass sie nur Erfolg haben, wenn sie wirklich ihre Nase runternehmen und benutzen, denn sehen konnten sie durch den Bewuchs die Dummys nicht und Witterung bekamen sie nur mit tiefer Nase unterm Farn. Gleichzeitig wurde noch die Steadiness kontrolliert, denn es konnte ja immer nur ein Hund arbeiten während die Anderen zusehen mussten.

Wir haben an diesem Tag sehr viel gelernt und trotz bescheidenem Wetter viel Spaß gehabt. Angelika hat es wie immer verstanden, ganz individuell auf jedes Gespann einzugehen, es zu fördern und tolle Tipps an die Hand zu geben, auf die man auch zu Hause aufbauen kann.
Vielen Dank für den tollen Tag!Und....wir kommen wieder!!